GEMEINSAM GEGEN RECHTSEXTREMISMUS
eine Informationskampagne der Mobilen Beratung in Thüringen
Für Demokratie - Gegen Rechtsextremismus
Die Mobile Beratung in Thüringen. Für Demokratie - Gegen Rechtsextremismus (Mobit e.V.) möchte den Thüringer BürgerInnen durch ein breit gefächertes Angebot Inhalt und Wesen des organisierten Rechtsextremismus aufzeigen.
Hierzu bieten wir engagierten Menschen thüringenweit acht thematisch verschiedene Module in unterschiedlichen Zeitkorridoren an, die in Zusammenarbeit mit uns und mit lokalen Akteuren vor Ort organisiert werden können. Die Angebote können bei Mobit abgerufen werden.
Wir wünschen uns über die Organisation und den Besuch möglichst vieler Veranstaltungen eine Sensibilisierung der Thüringer BürgerInnen.
Modul 1 Modul 2 Modul 3 Modul 4
02. Februar bis 21. Februar 2009 24. Februar bis 14. März 2009
27. April bis 16. Mai 2009
16. März bis 04. April 2009 06. April bis 25. April 2009
„(K)eine Frage der Wahrnehmung: Rechte Gewalt im ländlichen Raum“ Neuer Auftritt - Alter Geist
Rechtsextreme konkret entlarven
„Recht gegen Rechts – Mit juristischen Möglichkeiten den Wirkungskreis des organisierten Rechtsextremismus einengen“ „Handelnde Akteure und ihre Interessen: Kommunalpolitische Handlungsstrategien gegen Rechtsextremismus“

Ein Workshop zum Umgang mit rechten, rassistischen und antisemitischen Gewalttaten in ländlichen Regionen. Anhand von Beispielen wird gemeinsam mit den TeilnehmerInnen erarbeitet, wer die Betroffenengruppen rechter und rassistischer Gewalt sind und welche Unterstützungsmöglichkeiten vor Ort vorhanden sind bzw. initiiert werden können. Darüber hinaus beschäftigt sich der Workshop mit dem Umgang von Sicherheitsbehörden und Justiz sowie Medien und Öffentlichkeit in Bezug auf rechte Gewalttaten. Außerdem wird Grundlagenwissen hinsichtlich der rechtlichen Möglichkeiten von Betroffenen nach einer rechten Gewalttat sowie dem Zugang zu Entschädigungsleistungen vermittelt.

Inhalt der Veranstaltung ist die konkrete Analyse und pointierte Widerlegung rechtsextremer Argumentationsfiguren und Begriffsverdrehungen, um die demokratische Maskerade sichtbar und die Wortergreifungsstrategie wirkungslos zu machen.

Rechtsextreme organisieren Aufmärsche, treffen sich zu nicht-öffentlichen Veranstaltungen und Konzerten, organisieren sich in Vereinen, kündigen den Kauf von Immobilien an, provozieren durch die Anmietung kommunaler Räume und berufen sich dabei auf den Gleichheitsgrundsatz. Es wird anwendungsorientiert aufgearbeitet ein Überblick über die juristischen Handlungsmöglichkeiten auf kommunaler Ebene bei der Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus gegeben und deren Wirksamkeit diskutiert.

Das Modul stellt ausführlich und differenziert die kommunalen Handlungsstrategien und -möglichkeiten gegen Rechtsextremismus vor. Dem Ausbau örtlicher Netzwerke und Kooperationsstrukturen zwischen Jugendhilfe, Schule, Wirtschaft, Polizei und Arbeitsverwaltung kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Eine weitere Säule stellt die Weiterentwicklung sozialer und politischer Jugendbildung sowie des interkulturellen Lernens dar.

Heike Kleffner, Mobile Opferberatung Sachsen-Anhalt
Rüdiger Bender, Kulturwissenschaftler Erfurt BILDUNGsSPEKTRUM Arnstadt Kriminaldirektor Dr. Andreas Schneider, Dozent am Fachbereich Polizei der Thüringer Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Meiningen
Modul 5 Modul 6 Modul 7 Modul 8
27. April bis 16. Mai 2009
18. Mai bis 05. Juni 2009 18. Mai bis 05. Juni 2009 08. Juni bis 27. Juni 2009
„Tucholsky, Gedichte und anderes – Lesungen zu Demokratie, Nazismus und Antisemitismus“ „Das Personal des Thüringer Rechtsextremismus“ „Nationalisten für Europa?“ „Der Umgang mit Rechtsextremisten in Parlamenten“

Kurt Tucholsky war die niemals korrumpierbare Stimme gegen Militarismus und Nazismus und vor allem gegen die Gleichgültigkeit. Eine szenische Lesung zu Demokratie, Nazismus und Antisemitismus.

Der organisierte Rechtsextremismus agiert unter vielen Namen. Doch wer steckt hinter den Namen und Gesichtern aus den Werbeprospekten? Woher kommen die Funktionäre der neonazistischen Parteien und wo wollen sie hin? Der Vortrag beleuchtet rechtsextreme Funktionsträger aus dem Freistaat, deckt ihre Strukturen und Seilschaften auf und hinterfragt kritisch.

Die extreme Rechte will in Europa weiter zulegen. Schon jetzt sitzen mehr als 60 Abgeordnete nationalistischer und rassistischer Parteien im Europäischen Parlament. Was für ein Europa wollen sie und wie sind ihre Chancen? Auf welche internationalen Netzwerke können sie sich stützen und gibt es so etwas wie eine »Eurorechte« überhaupt?

In den vergangenen Jahren gelang es rechtsextremen Parteien auch in Deutschland immer wieder in Landes- und Kommunalparlamente einzuziehen. Vor dem Hintergrund wissenschaftlicher Untersuchungen beleuchtet die Veranstaltung ihre Arbeitsweisen innerhalb der Parlamente. Ebenso sollen die verschiedenen Strategien der demokratischen Parteien im Umgang mit der extremen Rechten im Parlament dargestellt und diskutiert werden.

Kathrin Vitzthum und Thomas Rietschel, Erfurt N.N. Carsten Hübner, Freier Journalist, Berlin N.N.
       
Entsprechend § 6 Abs. 1 VersG sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Versammlung ausgeschlossen.
Download Flugblatt zur Kampagne
Wenn Sie eine oder mehrere Veranstaltungen gemeinsam mit Engagierten vor Ort realisieren möchten, unterstützen wir Sie gerne bei der Organisation.
Pfeiffersgasse 15
99084 Erfurt
Tel.: 0361 – 21 92 694
Fax: 0361 – 21 92 734
www.mobit.org
mail[at]mobit.org